Ausgestrahlt wurde die Sendung am 27. Juni 2009 bei ALEX im Offenen Kanal Berlin. Die Redaktion hatte Karen Bork.
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]]>Zum Beispiel der Potsdamer Platz. Jahrzehnte lang lag der eher still und brach da, bis er nach dem Mauerfall zum Symbol der Wiedervereinigung wurde und die Menschen in Massen kamen. Alle wollten sie zuschauen, wie hier das Land wieder in eins zusammengeschweißt wurde, inmitten der größten Baustelle Europas. Vor der eigenen Haustür möchte man so was ja nicht unbedingt haben mit dem ganzen Betrieb, dem Dreck und vor allem dem Lärm, aber der Lärm ist eben auch ein Zeichen für Aufbau und Veränderung. Als ambivalente Klangerlebnisräume betrachtet Thomas Düllo solche Baustellen, die für ihn “Gesamtkunstwerke des Urban Branding” sind. Ausführen wird er das in seinem Vortrag “Urban Life Under Construction. Urban Sound Branding zwischen Baustelle, Zwischennutzung und Partizipation”, am morgigen Samstag bei “Wie klingt Ihre Stadt?”, dem Sound-Studies-Symposion, bei dem man sich mit aktuellen Ansätzen zur akustischen Gestaltung von Städten auseinandersetzt…
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Eine kleine Premiere können Sie beim VI. Symposion Sound Studies ganz am Schluß der Veranstaltung erleben. Die Forschungsgruppe Auditive Architektur an der UdK Berlin wird Ihnen nicht nur von Prof. Alex Arteaga vorgestellt, sondern erstmals wird auch das neueste Forschungsprojekt präsentiert, im Vortrag: Auditive Architektur. Erforschung und Gestaltung der Klangumwelt Ernst-Reuter-Platz um 18.30 Uhr.
Abstract:
Der Ernst-Reuter-Platz stellt ein paradigmatisches Beispiel der Relevanz auditiver Gestaltung öffentlichen Raums dar. Die Problematik dieses Platzes als Transit- und Aufenthaltsort lässt sich nur positiv erschließen – so die These der Forschungsgruppe Auditive Architektur – durch eine ausführliche Analyse und eine präzise Gestaltung seiner Klangumwelt. Ausgehend von einer einführenden Beschreibung dieses Konzeptes werden Forschungsmethoden und -strategien präsentiert, die die Grundlage für eine nachhaltige Transformation dieses urbanen Raums bilden.
Biographie:
Alex Arteaga studierte Klavier, Musiktheorie, Komposition, Elektroakustische Musik und Architektur in Barcelona und Berlin. Er promoviert am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin über Kognition und ästhetische Praxis, ist kooperativer Leiter der Forschungsstelle Auditive Architektur an der Universität der Künste Berlin, Gastprofessor für Wahrnehmungstheorie im Masterstudiengang Choreographie des hochschulübergreifenden Tanz-Zentrums Berlin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forscherkolleg Bildakt und Verkörperung der Humboldt Universität zu Berlin und Forscher an der Social Sculpture Research Unit der Oxford Brookes University.
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Für das VI. Symposion Sound Studies konnten wir für den kommenden Sonnabend auch Prof. Dr. Thomas Düllo von der UdK Berlin als Referent gewinnen. Er wird sich der Thematik Sound Branding annehmen, in seinem Vortrag „Urban Life Under Construction. Urban Sound Branding zwischen Baustelle, Zwischennutzung und Partizipation“ um 16.30 Uhr.
Abstract:
„Das Leben ist eine Baustelle“, wusste uns schon Wolfgang Beckers viel zitierter Film zu belehren. Ersetzt man in Beckers Titel das Leben durch die Stadt, dann bewegt man sich nicht mehr nur auf metaphorischem Terrain. Reale Baustellen gehören zum urbanen Auftritt längst nicht mehr als vorübergehende Begleiterscheinung. Vielmehr sind sie so etwas wie ein Gesamtkunstwerk des Urban Brandings mit hohem Aufmerksamkeitsappeal, geliebt wie gehasst gleichermaßen. Das Gesamtkunstwerkhafte hat eine optische und akustische Seite, aktiviert ‚hoch / tief’, ist ein Entwicklungsprogramm in actu, lässt im Entstehen befindliche Bau-Artefakte beobachtbar und ihre „komischen Geräusche“ (Diederichsen) hörbar werden. Nicht selten wirken die Baustellen mit ihrem semi-öffentlichen Konstruktionscharakter interessanter als die closed oder gated area nach der Bauphase. „Die Stadt ist ein Medium“ (Kittler), die Großbaustelle auch. Das wird zumeist optisch, nicht akustisch diagnostiziert. Ein aktuelles, partizipatives ‚Baustellenmanagement’ sollte jedoch den ambivalenten Klangerlebnisraum Bausstelle viel stärker beherzigen. Realisierungsvorschläge hierfür liefert der Transfer eines erfolgreich praktizierten soundorientierten Baustellenmanagements und Akustikexperiments für die EXPO 2000 in Hannover.
Biographie:
Prof. Dr. Thomas Düllo ist Hochschullehrer an der Universität der Künste Berlin im Bereich ‚Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation’. Nach einer Promotion über Joseph Roth Studiengangsleitung der Studiengänge „Angewandte Kulturwissenschaften“ (Münster, 1990-2001) und „Cultural Engineering“ (Magdeburg, 2001-2009). Nach Habilitation über „Transformation und Kompetenzbildung“ seit April 2009 verantwortlich für den Bereich „Verbale Kommunikation“ im Studiengang „Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation“ an der UdK Berlin. Arbeits- und Publikationsschwerpunkte: Angewandte Kulturwissenschaft, Praxiszugänge, Kulturwissenschaftlich orientierte Marktforschung, Popular Culture, Kommunikation und Kontext, Urban Studies, Text- und Narrationstheorie.
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Prof. Dr. Stephen Barrass von der Universität Canberra wird am 9. Mai 2009 unser Gast beim VI. Symposion Sound Studies sein. Wir freuen uns, daß es diesmal geklappt hat. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir uns bemüht. Der Experte auf dem Gebiet der Funktionalen Klänge, der gerade in Paris arbeitet, wird seinen Vortrag Fear and Greed, Boom and Crash. A method for Designing and Sonifications um 14.30 Uhr halten.
Abstract:
What if we could hear the ebb and flow of emotions and financial data wafting from the skyscraper offices high above, mixed in with the traffic down here on the city street ?
This talk will describe the development of a comprehensive method for designing Stream-based sonifications that provides creative inspiration, expert guidance, and a theoretical framework for conveying aspects of the world through non-verbal sound. The method has been developed through
case-studies that identified the importance of an auditory metaphor to aid in the interpretation of the sounds. Reflections on these practical examples led to the development of a Schema level of design that links the sonification metaphor to a familiar mental model in the listening context.This metaphor can be designed from a general palette of synthesis techniques such as auralisation, granular synthesis, physical models and spatialisation. At the psychoacoustic level the design process employs heuristics from the Theory of Auditory Scene Analysis to account for the effects of auditory attention and enable wholistic perception of informational relations in a data set. Current research is directed at the inclusion of models of emotion from musical cognition into the design
framework.
Biography:
Stephen Barrass is a researcher, designer and artist working with data sonification, interactive sound installation and performance, augmented reality and tangible and affective computing. His recent projects include The Welcome Space at the National Museum of Australia, the Listening to the
Mind Listening concert of sonifications at the Sydney Opera House, ZiZi the Affectionate Couch in the collection of the Museum of Old and New Art, and Fauxy the Fake Fur with Feelings.
Stephen Barrass Blog: http://ontherooftopsofparis.wordpress.com
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In der Sound Studies Buchreihe ist nun Anfang Mai 2009 der aktuelle Band zum Thema Funktionale Klänge: Hörbare Daten, klingende Geräte und gestaltete Hörerfahrungen im Transcript-Verlag erschienen.
Der Band enthält Texte zum Thema Sonifikationen, zu Interaction Design, zu Mensch-Maschine-Kommunikation, zu akustischer Markenkommunikation, zu Klanganthroplogie und Klangökologie, zu Design-Methoden und - Ansätzen, zu Klangsynthese und zu funktionalem Stimmklang.
Aus der Verlagsankündigung:
Funktionale Klänge sind in Erscheinung und Struktur absichtlich ausgestaltet und dienen einem bestimmten Zweck. Die Funktion ist die Grundlage für Gestaltung und Gebrauch. Klingt phantastisch, funktioniert aber.
Der zweite Band der Reihe »Sound Studies« fasst ein breites Spektrum verschiedener Forschungs- und Gestaltungsdisziplinen zusammen, die sich mit Klang und Funktion auseinandersetzen: Klang als vielseitiger Designfaktor; als Identifikations-, Orientierungs- und Differenzierungsmerkmal in Räumen, Systemen und Kulturen; als Instrument zur Interaktion; als Aspekt zum Erleben des Digitalen; als Erkenntnisgewinn; als Mittel zum Zweck.
Herausgeber Georg Spehr ist freier Multimedia-Designer und Kommunikationstechniker mit Spezialisierung auf Akustische Gestaltung. Er ist Dozent für den Studiengang »Sound Studies – Akustische Kommunikation« an der Universität der Künste Berlin sowie Referent für das Entwicklungs- und Weiterbildungsprojekt »Aural City – Die hörsame Stadt«.
Der Band versammelt Beiträge von Kai Bronner, Thomas Hermann, Marcel Kloppenburg, Frank Lachmann, Sascha Mahlke, Matthias Rath, Holger Schulze, Ulrike Sowodniok, Georg Spehr und Hans-Ulrich Werner u.v.a.m.
]]>Hinweis: Während des VI. Symposion Sound Studies am 9. Mai 2009 können Sie auch erstmals öffentlich einen Blick in den neuen Sound Studies Band werfen. Auch Band I zum Thema: Sound Studies: Traditionen - Methoden - Desiderate. Eine Einführung, wird zur Ansicht und zur Bestellung bereit liegen.
Für Presse & Öffentlichkeit haben wir nocheinmal einige Infos zusammengestellt.
Die ausführliche Pressemitteilung mit allen Infos erhalten Sie hier (pdf-Datei).
Plakat:
Foto Stephen Barrass:
Foto Thomas Düllo:
Foto Alex Arteaga:
Foto Holger Schulze:
Programm-Flyer:
Bei Rückfragen melden Sie sich bitte über unseren Pressekontakt.
]]>Diesmal wurden Prof. Dr. Stephen Barras von der Universität Canberra (Australien), Prof. Dr. Thomas Düllo und Prof. Alex Arteaga von der Universität der Künste Berlin eingeladen, aktuelle Ansätze der hörbaren Gestaltung der Stadt – zwischen Stadtsoziologie, Mediengestaltung, Quartiersmanagement und Sinnesanthropologie – vorzustellen und mit den Gästen zu diskutieren.
Zudem werden ausgewählte und herausragende Projektentwürfe von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Workshops Aural City zur Debatte gestellt, die die Stadt in einer Weise hörbar gestalten, die zukunftsträchtig erscheint.
Zum Programm geht es hier
]]>Mehr Infos zum Workshop: Urban Sound Planning | Stadt(Klang)Planung
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